Ein Wilhelm Reichs Erbe
Zur Einbeziehung des Körpers in die - personzentrierte - Psychotherapie
von Beatrix Teichmann-Wirth
Dieser Beitrag ist erstmals in der Zeitschrift für Psychotherapie in Österreich, Schwerpunkt Körpertherapie 2011 erschienen.
1. Leben und Werk Wilhelm Reichs
Wilhelm Reich, 1897 in Galizien geboren, war zuallererst Forscher, wiewohl er bis zu seinem Lebensende als Therapeut und Arzt tätig war.
Die Auseinandersetzung um die für Reich zentralste Frage „Was ist Leben“ begann bereits 1919 zu Beginn des Medizinstudiums‚ im Zuge dessen Reich mit Freud in Berührung kam, mit welchen ihn eine intensive Beziehung verband, welche letztlich an der Frage nach der gesellschaftlichen Bedingtheit von Leid zerbrach. Reich wurde bereits mit 23 Jahren in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen und begann noch im selben Jahr als Psychoanalytiker zu praktizieren. All seine bahnbrechenden Erkenntnisse – sei es zur Neurosenätiologie, zum Zusammenhang von Körper und Psyche, die Fortführung der Libidotheorie, die Charakteranalyse, – im Übrigen der einzige Beitrag, welcher nach wie vor ungeteilte Anerkennung von Seiten der Psychoanalyse findet - zur Krebserkrankung bis hin zu seinen Wetterexperimenten fußten auf penibler empirischer Forschungstätigkeit.
Reichs Lebensgeschichte ist geprägt vom oftmaligen Verlust seiner örtlichen (Wien – Berlin – Skandinavien – USA) und ideellen Heimat. So wurde er 1934 sowohl aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung wie auch aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Die Verfolgung gipfelte letztendlich im Verfahren‚ das die Food- and Drug-Administration gegen ihn wegen Erzeugung und Verwendung von Orgon-Akkumulatoren einleitete und fand ihren Höhepunkt in der Bücherverbrennung und der Verurteilung Reichs zu einer Gefängnisstrafe‚ im Zuge welcher er 1957 starb (vgl. Boadella, 1995; Sharaf, 1994).
In der Folge sollen aus der Fülle von Reichs Forschungstätigkeit jene drei Bereiche beschrieben werden‚ welche zu den Grundpfeilern der Vegetotherapie zählen und daher auch für deren Weiterentwicklung im Rahmen der neoreichianischen Verfahren bedeutsam sind. Ich tue dies derart ausführlich, um ein tieferes Verständnis der Grundlagen körperorientierter Psychotherapie zu ermöglichen und auch, weil eine authentische und effiziente Integration von körpertherapeutischen Aspekten in die (personzentrierte) Psychotherapie meiner Erfahrung nach einer profunden Verankerung in der Theorie bedarf.
2. Theoretische Grundlage der Charakteranalytischen Vegetotherapie
2.1. Das energetische Fundament
Freuds Libidotheorie schien Reich vor allem in zwei wesentlichen Punkten ergänzungsbedürftig:
2.1.1. Das Wesen der gesunden Sexualität: Reich revidierte die damalige Vorstellung‚ dass die sexuelle Funktionsstörung ein Symptom unter vielen sei. Durch seine Erfahrung in der Behandlung neurotischer Patienten kam er zu dem Schluss‚ dass jede seelische Störung zugleich auch eine genitale Funktionsstörung ist und darüber hinaus, dass die genitale Störung das wichtigste Symptom der Neurose darstellt. Um das zu beweisen‚ war ein Infrage stellen der Vorstellung vom Wesen der gesunden Sexualität notwendig‚ denn nicht alle Neurotiker waren orgastisch impotent. Nicht das „Funktionieren“ in der Sexualität‚ die Fähigkeit zum Vollzug des Geschlechtsaktes‚ sondern die „orgastische Potenz“, „die Fähigkeit zur Hingabe an das Strömen der biologischen Energie ohne jede Hemmungen …“ (Reich, 1987‚ S. 81) ist nach Reich das Zeichen gesunder Sexualität.
2.1.2. Angst und sexuelle Erregung: Im Konzept der Psychoneurosen‚ das Freud später entwickelt hat‚ liegt die Betonung auf dem seelischen Inhalt einer Neurose. Reich hingegen betrachtet vor allem deren somatische Quelle‚ „Es kann nicht anders sein‚ als dass ein geringer Konflikt‚ an sich normal‚ eine kleine Störung des sexuellen Energieausgleichs herbeiführt. Diese kleine Störung verstärkt den Konflikt und dieser wiederum die Stauung. Derart heben psychischer Konflikt und körperliche Erregungsstauung einander gegenseitig in die Höhe“ (Reich, 1987‚ S. 89). Der Angst liegt nun nicht – wie Freud dies annahm – eine Verwandlung von sexueller Energie zugrunde. Dieselbe Erregung wird als Angst erlebt‚ wenn ihr die Wahrnehmung und Abfuhr verwehrt ist („Stauungsangst“). Der therapeutische Ansatzpunkt besteht darin‚ der Neurose die energetische „Nahrung“ zu entziehen‚ was durch die Abfuhr der Sexualenergie möglich wird.
2.2. Das charakteranalytische Fundament
Im Gegensatz zu Analytikern‚ welche die Auffassung vertraten‚ dass der Widerstand des Analysanden am besten zu umgehen sei‚ wenn eine positive Beziehung zum Patienten hergestellt wird‚ bemerkte Reich in seiner therapeutischen Praxis immer wieder eine Art „geheimer Feindseligkeit“‚ die von der offen bekundeten Kooperationsbereitschaft der Patienten verdeckt war. Durch eingehendes Studium der Widerstandsformen kristallisierte sich zunehmend das „Charakteristische“ des Widerstandes jedes einzelnen Patienten heraus‚ weshalb Reich diesen als „Charakterwiderstand“ bezeichnet. Dies nahm Reich zum Anlass‚ nicht wie bislang in der analytischen Praxis üblich‚ Material in der Folge seines Auftretens zu deuten‚ sondern systematisch vom „Oberflächlichsten‚ dem bewussten Empfinden des Kranken Nächstliegenden her“ (Reich, 1987, S. 106). Durch konsequentes Aufdecken von Widerständen‚ wie sie in der Analyse auftauchen‚ gelangte Reich zur Annahme einer „Panzerschichtung“. Er versteht darunter ein geordnetes‚ historisches und strukturelles Gewebe. Er begreift somit die Charakterstruktur als erstarrte Lebensgeschichte. „Die gesamte Erlebniswelt der Vergangenheit lebt in der Form der charakterlichen Haltung in der Gegenwart. Das Wesen eines Menschen ist die funktionelle Summe aller vergangenen Erlebnisse“ (ebd.). Jeder frühkindliche Konflikt lässt sich im Jetzt auffinden‚ in der Spur‚ in der er erhalten blieb.
Schematisch vereinfacht ist die Persönlichkeit in drei „Schichten“ darstellbar:
- Äußere Schicht: Oberfläche‚ Fassade der sozial erwünschten Seiten. Sie präsentiert sich oftmals in übermäßiger Höflichkeit.
- Mittlere Schicht: sozial unerwünschte‚ reaktive Haltungen‚ sogenannte negative Emotionen. Reich zufolge sind sie jedoch kein Hinweis auf die biologische Verankerung der Destruktivität‚ sondern Ausdruck der „Wut über die Versagung im Leben und den Mangel an sexueller Befriedigung“ (Reich, 1987, S.114); sie stehen somit im Dienste des Lebenstriebes.
- Der Kern - die primären Bedürfnisse: „In der Tiefe des neurotischen Mechanismus‚ hinter all den gefährlichen‚ grotesken‚ vernunftlosen Phantasien und Impulsen fand ich ein Stück einfacher‚ selbstverständlicher‚ anständiger Natur“ (Reich, 1987‚ S. 133). Für Reich gilt es innerhalb der Therapie‚ diesen Teil der Persönlichkeit zu befreien. Er stellt sich damit in einen krassen Gegensatz zu den psychoanalytischen Theorien‚ die Natur (= Trieb‚ Sexualität) und Kultur (= Moral‚ Arbeit und Pflicht) für unvereinbar erklären. Reich stellt der moralischen Regulierung die „ökonomische Selbststeuerung“ gegenüber. Dies ist eine Moral‚ die nicht gelenkt wird von Aufforderungen wie „Du sollst“ oder „Du musst“‚ sondern aus den spontanen Bedürfnissen des Organismus entsteht..
Reich war mit der Annahme eines guten Kerns im Menschen ein Vorreiter der humanistischen Psychotherapie.
2.3. Neurosenätiologie – Individuum und Gesellschaft
Reich kam zufolge schlägt sich der Widerspruch zwischen den Triebbedürfnissen und den gesellschaftlichen Ansprüchen in der Psyche des einzelnen nieder. Für ihn ist hierbei die Unterdrückung der Sexualität zentral. Die Quellen der Sexualunterdrückung sind in der Familie zu suchen‚ wo die gesellschaftlichen Forderungen ihren Niederschlag finden: „Die Erziehung steht im Dienst der jeweiligen gesellschaftlichen Ordnung“ und „... die Unterdrückung der kindlichen und jugendlichen Sexualität hat die Funktion‚ den Eltern die autoritäre Hörigkeit der Kinder zu erleichtern“ (vgl. Reich, 1995‚ S. 166). Dies bildet den massenpsychologischen Hintergrund für faschistische Entwicklungen. (Reich, 2005)
2.4. Die Einbeziehung des Körpers in die Analyse - Charakteranalytische Vegetotherapie
Reich spricht von der prinzipiellen Einheit von Körper und Seele. Körperliche Vorgänge sind nicht‚ wie früher angenommen‚ nur Folgeerscheinungen von seelischem Erleben‚ sondern diese Empfindungen auf körperlicher Ebene. Die Hemmung des biopsychischen Energieflusses und damit der Ausdruck von Gefühlen und sexueller Erregung äußert sich demnach sowohl auf der körperlichen wie auch auf der psychischen Ebene – hier in der charakterlichen Hemmung‚ dort in der muskulären Verspannung. „Jede muskuläre Verkrampfung‚ wo auch immer sie auftritt‚ ist nicht etwa nur eine Folge‚ ein Ausdruck oder eine Begleiterscheinung des Verdrängungsmechanismus ... (sondern) das wesentliche Stück am Verdrängungsvorgang. Die Verkrampfung der Muskulatur ist die körperliche Seite des Verdrängungsvorganges und die Grundlage seiner dauernden Erhaltung“ (Reich, 1987‚ S. 226). Vegetotherapie bietet Reich zufolge die Möglichkeit‚ „den komplizierten Umweg über die psychischen Gebilde wenn nötig zu vermeiden“ (Reich, 1987‚ S. 227) und direkt über den Körper auf den Energiefluss zu wirken. Unter „Panzerung“‚ ein Begriff‚ welcher zum Ausdruck bringt‚ dass im Körper ein Kriegszustand herrscht‚ der in der Krebserkrankung einen dramatischen Ausdruck findet (vgl. Reich, 1994), versteht Reich das Vorhandensein von chronischen Verkrampfungen. Davon unterschieden werden natürliche bzw. vorübergehende Kontraktionen. Panzerung äußert sich sowohl in einer Funktionseinschränkung der Atmung‚ physischer Beweglichkeit als auch der emotionalen Erlebnisintensität. Der therapeutische Zugang erfolgt in der charakteranalytischen Vegetotherapie sowohl über das Auflockern von muskulären Verspannungen als auch über das Bearbeiten chronischer Charakterhaltungen. Bei der Beschreibung des Muskelpanzers unterscheidet Reich sieben Segmente‚ worunter ringförmige Muskelgruppen einer funktionellen Einheit verstanden werden. Es sind dies: das Augen-‚ das Mund-‚ das Hals-‚ das Brustkorb-‚ das Zwerchfell-‚ das Bauch- und das Beckensegment. Bei Panzerung des Augensegments sind beispielsweise die Sinneswahrnehmungen Sehen‚ Hören‚ Riechen betroffen‚ da sie die Muskeln um das Auge‚ Lider‚ Stirn und die an der Basis des Hinterkopfes liegenden umfasst. Damit verbunden ist eine Einschränkung der Ausdrucksvielfalt z.B. durch stets aufgerissene Augen – ein Ausdruck der Angst bzw. des Schreckens. Eine Panzerung in diesem Bereich ist Ursache für Symptome wie Kopfschmerzen‚ Schwindel bzw. Beeinträchtigung der visuellen‚ akustischen und olfaktorischen Wahrnehmung (vgl. Baker, 1980).
3. Die „Klassische“ Vegetotherapie
Reich arbeitete sukzessive ausschließlich über den Körper und nannte diesen Therapieansatz „Vegetotherapie“‚ obwohl ihm selbst der Ausdruck „Orgasmotherapie“ treffender erschien – als Konzession an die „Schamhaftigkeit der Welt in sexuellen Dingen“.
Die Lösung muskulärer Panzerung findet zum Einen über die direkte Behandlung und Lockerung der betroffenen Bereiche statt‚ was jedoch nicht mit Massage im herkömmlichen Sinn zu verwechseln ist‚ da der Vegetotherapeut immer der „Ladungsformel“- energetische Aufladung mit nachfolgender Entladung - folgt und leitender Gesichtspunkt stets die emotionale Funktion der Muskelspannung ist. Klassischerweise beginnt man mit der Lösung des Augensegments, weil hier die Panzerung entwicklungsgeschichtlich am frühesten stattfand (rund um die Geburt und in den ersten Lebenswochen). Zum Anderen wird das „Strömen“ von innen nach außen durch besondere Beachtung der Atmung angeregt. Aus der Beobachtung‚ dass Patienten schon in frühen Jahren den Atem anhalten‚ um vor allem sexuelle Erregung zu unterdrücken‚ räumt Wilhelm Reich dem Atmen eine zentrale Bedeutung ein – einerseits‚ was die Abwehr von Impulsen anbelangt‚ andererseits in der Verstärkung von Empfindungen.
Die Intensivierung der Atmung geschieht durch verbale Anweisung sowie durch Berührung bzw. Bewegungen. Die „natürliche Atmung“ ist mit einer vollen Beweglichkeit der Brust und des Bauches verbunden‚ der Atmungsvorgang geht dabei mit einer wellenförmigen Bewegung einher. Mit zunehmender Lösung körperlicher Blockaden kommt es zu wahrnehmbaren Strömungsempfindungen‚ die fortschreitend bis ins Becken bzw. in die Beine reichen‚ welche letztendlich im Orgasmusreflex (Reich, 1987) ihren Ausdruck finden. Der Orgasmusreflex ist gekennzeichnet durch eine einheitliche Bewegung des ganzen Körpers und ist mit einem Gefühl von Strömen und Schmelzen verbunden. Das Lösen des Muskelpanzers ermöglicht ein unmittelbares Erleben, welches bisweilen von einem Erinnern frühkindlicher Erlebnisse begleitet ist. Da Erinnerungen im Körper gespeichert sind, gelangen sie durch Lösung der körperlichen Blockaden „wie von selbst“ zu Bewusstsein.
Vegetotherapeutische Arbeit erfolgt klassischer Weise im Liegen. Die Knie sind angewinkelt (90°)‚ weil dies den freien Fluss der Energie begünstigt. Der Klient wird eingeladen, durch den geöffneten Mund ein- und auszuatmen.
4. Therapeutische Haltung und therapeutisches Ziel
Auch wenn die therapeutische Vorgehensweise, wie gerade beschrieben sehr technisch anmutet, ist es zuallererst die therapeutische „Fähigkeit“ der „vegetativen Identifikation“‚ das heißt der Fähigkeit‚ energetisch zu kommunizieren, die leitend ist. „Energetisch kommunizieren“ heißt: „jenseits von Sprache‚ Gestik‚ Mimik und nur durch Aussenden‚ Ausdehnen des Energiefeldes anderen zu übermitteln‚ was wir fühlen‚ denken ...“ (Neidhöfer, 1991‚ S. 117) und „... andere als Energiefeld wahrzunehmen und die energetischen Botschaften zu verstehen“ (ebd., S. 119).
Das therapeutische Ziel ist in den Begriff des genitalen Charakters gefasst ist‚ hierbei ist die „vegetative Beweglichkeit“ zentral‚ wovon der Orgasmusreflex nur ein Ausdruck ist. Sie zeigt sich u.a. in einer Lebendigkeit und Beweglichkeit von Gesichtszügen‚ in vollständiger und tiefer Atmung‚ in einem ruhigen‚ regelmäßigen Puls und normalem Blutdruck (vgl. Raknes, 1973). Sie hat ihre Entsprechung in Kontaktfähigkeit zu allen für den Menschen bedeutsamen Bezügen (zum eigenen Körper‚ zur Natur‚ zu anderen Menschen ...). Die enge Verflechtung von Körper und psychischem Erleben zeigt sich in folgendem Zitat: „…ein tiefes und anhaltendes Gefühl von Wohlbefinden und Kraft‚ das auch spürbar ist‚ wenn man mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat oder nicht allzu starke Schmerzen erleidet. Einige dieser Empfindungen lassen sich auf ein Lustgefühl in den Genitalien während der Atmung zurückführen“ (Raknes, 1973‚ S. 116).
5. Körperorientierte Ansätze in der Tradition Wilhelm Reichs
Neoreichianische Therapieansätze beziehen sich in unterschiedlichem Maße auf die oben beschriebenen theoretischen Aspekte. Bisweilen ist es mehr der energetische Aspekt, die direkte Einflussnahme auf den Energiefluss und die Beachtung der Pulsation, wie dies insbesondere in der Orgontherapie nach Lassek (2005) und in Radix und dessen Weiterentwicklung in der Funktionalen Analyse nach Will Davis (vgl. Glenn & Müller-Schwefe, 1999) geschieht.
Andererseits ist es das charakteranalytische Fundament, welches eine detaillierte Ausformulierung in der Bioenergetischen Analyse durch Lowen (1981) und in neuerer Zeit durch Dietrich erfuhr.
Gerda Boyesen (1987), die Begründerin der Biodynamischen Psychotherapie hat neben der Muskel,- auch die Gewebe- und Eingeweidepanzerung beschrieben und den Stellenwert der Peristaltik als psycho-physische Regulationsfunktion erforscht sowie die „Psychoperistaltik“ mithilfe einer spezifischen Massagetechnik nutzbar gemacht.
Unterschiedlich sind die Gewichtung der Sprache und die Deutung des während der Körperarbeit auftauchenden Materials. Generell ist eine Entwicklung von einer auf Katharsis ausgerichteten therapeutischen Arbeit, die durch Entladung auf die Befreiung von Blockaden abzielte hin zu einem subtileren Umgang mit energetischen Bewegungen, der Fähigkeit Energie zu halten und auch die Nutzung des selbstregulativen Potentials des Körpers zu erkennen.
Interessierte LeserInnen seien auf Einführungsartikel zu körperorientierten Ansätzen in Stumm (2011) beziehungsweise auf das Handbuch der Körperpsychotherapie (Marlock & Weiss, 2006) hingewiesen.
6. Die Einbeziehung des Körpers in den personzentrierten Ansatz
Betrachtet man die personzentrierte Realität, so ist sie auch heute noch vornehmlich – wie Wiltschko ( 2010, S. 185) es beschreibt – auf die „klassische GT-Übung“ Sitzen und Sprechen beschränkt. Es ist in der Praxis nach wie vor nicht selbstverständlich, dass Ebenen der Symbolisierung von verbalem zu körperlichem Ausdruck wechseln, auch die Handlungsebene ist oftmals auf eben jenes Sitzen und Sprechen beschränkt. Berührung findet zumeist nur am Beginn und am Ende der Stunde statt, schon gar nicht wird sie bewusst als Intervention „eingesetzt“. Dieser Realität steht gegenüber, dass in der Grundlegung des Personzentrierten Ansatzes Annahmen wie die eines vertrauenswürdigen Organismus, einer positiven Entwicklungsrichtung – der Aktualisierungstendenz - und einer organismischen Bewertungsinstanz zu Grunde liegen. Dies alles sind körpernahe Konzepte. Auch beim sich selbst verwirklichende Mensch der „fully functioning person“ (Rogers, 1973) ist, vergleichbar mit dem genitalen Charakter bei Wilhelm Reich (vgl. Kapitel 4) der Organismus zentral. Ein so lebender Mensch „gebraucht seinen Organismus als Mittel, die existentielle Situation in sich und seiner Umwelt so genau wie möglich zu erschließen. Er benutzt alle Daten, die ihm sein Nervensystem zur Verfügung stellen kann, er nutzt sie bewusst, berücksichtigt aber, dass sein Gesamtorganismus vielleicht klüger sein mag, - und oft ist – als sein Bewusstsein. ….Er kann seinem Organismus vertrauen; nicht weil dieser unfehlbar wäre, sondern weil er den Auswirkungen jeder seiner Aktionen vollkommen offen gegenüberstehen kann und sie berichtigen kann, wenn sie ihn nicht befriedigen.“ (Rogers, 1988, S. 297)
Der Organismus schließt den Körper und seine Fähigkeiten ein. Die Voraussetzung, um – wie es oben heißt, „die existentielle Situation zu erschließen“, ist zuallererst ein offenes Sinnessystem. Das ist die Basis. Die Offenheit für all diese Erfahrungen aus dem Inneren und Äußeren ist unmittelbar mit der Freiheit von körperlichen Blockaden, wie sie Wilhelm Reich als Panzerungen beschreibt, verbunden.
6.1. Die Therapeutin als Instrument
Eine Integration von körpertherapeutischen Aspekten bedarf einer tiefen Verankerung von körperlichem Wissen, ein Wissen um die Rhythmen des Lebendigen, der Pulsation (dem Ausdehnen und Zusammenziehen), wie sie von Reich und in der Folge von Gerda Boyesen, Will Davis und anderen beschrieben wird. Es ist ein Wissen, über das, was Gendlin (1998) als „order of carrying forward“ und in der Übersetzung von Wiltschko (1995) als „Fortsetzungsordnung“ beschrieben wird. „Die Fortsetzungsordnung sagt, dass die Art, wie der Körper den nächsten Schritt findet, der den gegenwärtigen Erlebnisprozess fortsetzen oder weitertragen wird, in einer bestimmten Weise wohlgeordnet ist, obwohl dieser nächste Schritt nicht ein logisches Ereignis dessen ist, was bereits da war. …Diese Ordnung verlangt immer nach einem weiteren Fortsetzungsschritt (Wiltschko, 1995, S. 18). Sie ist nicht kognitiv zu erfassen, festzuhalten und schon gar nicht vorwegnehmend zu planen. Das Wissen um die Gesetze des Lebendigen ist naturgemäß nicht durch Lektüre zu erwerben. Es ist das Ergebnis eines Prozesses körperlicher Öffnung und um mit Reich zu sprechen einer Entpanzerung. Nur dann ist der Körper des Therapeuten ein verlässliches Instrument der Wahrnehmung, er steht zudem für die ganze Bandbreite des Ausdrucks zur Verfügung und ermöglicht, dass die Therapeutin „mehrsprachig“, verbal und nonverbal selbstverständlich antworten kann.
6.2. Der Körper als Wahrnehmungsinstrument
In der therapeutischen Situation steht der Körper als Wahrnehmungs-, Ausdrucks-, und Handlungselement zur Verfügung. Ich möchte im Folgenden eingehender auf den Wahrnehmungsaspekt eingehen und untersuchen, welche zusätzlichen Möglichkeiten sich ergeben, wenn die Therapeutin ihren Körper als Wahrnehmungsinstrument nutzt.
Personzentrierte TherapeutInnen beziehen sich hauptsächlich auf den Inhalt des Gesagten beziehungsweise auf die dahinterliegenden Gefühle. Was meiner Ansicht nach zu kurz kommt ist das, was hinter den Inhalten liegt, die Aufmerksamkeitsrichtung auf das Wie. Darin liegt ein reicher Schatz für ein tieferes Verstehen des Menschen. Voraussetzung dafür ist ein gestimmtes Körper-Instrument, die Freiheit von chronischen Blockaden. „Organismische Resonanzfähigkeit“ (Teichmann-Wirth, 2002, S. 402) ist die Fähigkeit, mich anstimmen zu lassen vom Gegenüber. Wilhelm Reich nennt das „vegetative Identifikation“ und meint damit, dass auf der Basis von ungestörtem, direktem energetischen Kontakt ich im eigenen Körper nachempfinde, was im anderen vor sich geht.“ (vgl. Neidhöfer, 1991). Es ist die Fähigkeit, sich beeindrucken zu lassen, wahrnehmend, fühlend, atmend teilhaben zu können am Geschehen.
Dies ist eine Ebene von Einfühlung, mehr noch einer Eins-Fühlung (vgl. Finke, 1994), die dem eher kognitiv getönten Verstehen an die Seite gestellt ist. Es ist nicht so sehr eine Haltung sondern sinnlich körperlich spürbares Erleben.
Um diese Aufmerksamkeits- bzw. Wahrnehmungsrichtung einzunehmen, braucht es ein spezifisches Eingestimmt sein, und das wiederum ein anderes Da-Sein der Therapeutin, eine spezifische Präsenz. Es ist eine Veränderung der Aufmerksamkeit vom gerichteten, "hellen" Alltagsbewusstsein zur inneren Achtsamkeit, welche "tief, sanft, ruhig ist und weit" (vgl. Kurtz 1985) oder wie Tolle (2001) es als Verbindung mit dem inneren (energetischen) Körper oder als Gegenwärtig sein beschreibt. (vgl. dazu auch Heidenreich & Michalek, 2010)
Im therapeutischen Kontakt bedeutet dies eine Veränderung der grundsätzlichen Bewegung von einer auf den Klienten zugehenden hin zu einem Zu-Mir-Kommen-Lassen. Es ist eine Öffnung des organismisches Resonanzraumes, ein empfänglich werden und -sein für das, was vom Klienten in seiner Ganzheit bei mir ankommt. Diese Aufmerksamkeit ist einem defokussierten Schauen gleich. Die Beeindruckbarkeit setzt Kongruenz (Lietaer, 2003) in mir voraus, d.h. dass ich mit meinem Organismus in Verbindung bleibe während der Stunden. Nur dadurch kann ich in Resonanz treten, andernfalls ist die Gefahr gegeben, dass ich dem Klienten meine Sichtweise „überstülpe“.
6.3. Körperebenen: Diese grundsätzliche Einstimmung ermöglicht, dass ich den Klienten auf 4 Ebenen seiner Leiblichkeit wahrnehmen kann:
6.3.1. Die Ebene des physischen Körpers - den von außen wahrgenommenen Körper, d.h. den Körper in seiner Faktizität, im Materiellen der Knochen, Gelenke, Muskeln und der Gewebssubstanz. Oftmals können gerade Personen, bei welchen schon früh ein Bruch zwischen organismischem Selbsterleben und Selbstkonzept stattgefunden hat (insbesondere bei sogenannten Frühstörungen wie Psychosen und Borderlinestörungen bzw. schweren Traumatisierungen) diesen ihren Körper nur schwer wahrnehmen. Es ist also gut, wenn ich einerseits als Therapeutin meine Wahrnehmung zur Verfügung stelle und andererseits den Klienten einlade, seinen Körper ganz konkret wahrzunehmen und im wörtlichen Sinne zu be-greifen.
Darüber hinaus ist ein Wahrnehmen des äußeren Körpers, wie er geworden ist, in seiner Struktur ein Mittel, mich in den Ausdruck des Menschen einzufühlen. Reich (2002) und in der Folge vor allem Alexander Lowen (1981) beziehungsweise in neuerer Zeit Reinhold Dietrich (2002)haben in ihrer Charaktertypologie eine Zuordnung von Körper- und charakterlicher Struktur vorgenommen. Es wird beschrieben, wie sich die je eigene Geschichte mit all ihren Einschränkungen der Erlebensfähigkeit im Körper ausdrückt. Die Strukturgebundenheit (Renn & Wiltschko, 2003, S.79ff) des Erlebens und Verhaltens zeigt sich im Körper als eine bleibende Haltung. Beispielsweise drückt sich Angst als dauerhaftes Hochgezogen sein der Schultern, als ein nicht zu beeinflussendes Aufreißen der Augen, als ein chronisches Atemanhalten aus. In der personzentrierten Therapie werden aufgrund dieser Aspekte nicht wie in der Bioenergetischen Analyse diagnostische Einordnungen vorgenommen, die dann handlungsleitend sind. Personzentrierte PsychotherapeutInnen werden diese Wahrnehmung vielmehr auf sich wirken lassen, und es als eine Möglichkeit nutzen, um „die Welt des andern“, wie Rogers sagt, über diese Wahrnehmung und bewusste Imitation zu betreten, um somit zu einem vertieften Verstehen des Selbstkonzepts zu kommen. Es dient in erster Linie einem selbstkonzeptbezogenen Verstehen (Finke, 1994), das das störungsspezifische Wissen aus der Charakteranalyse nutzt.
6.3.2. Eine Zwischenschicht zwischen physischem und emotionalem Körper ist die Ebene der Bedürfnisse - Kälte, Hunger, Halt, Bewegung, Ruhe…. Rogers versteht als primäres Ziel von klientenzentrierter Therapie das Eins-werden mit dem eigenen Organismus, eine Rückkehr zur sensorischen und innerorganischen Erfahrung und ein Wiederaufsuchen einer organismischen Bewertungsinstanz (Rogers, 1984). Besonders dort, wo ein früher Bruch stattgefunden hat, nämlich bei den primären Bedürfnissen können Klienten diese Bedürfnisse nicht oder schwer erkennen. Es ist meiner Erfahrung nach wesentlich, dass ich mich im Sinne von Winnicotts "holding function" „zur Verfügung stellen“ kann, indem ich – wie eine Mutter - erkennen helfe, welche Bedürfnisse jetzt gerade erfüllt sein wollen.
6.3.3. Die Ebene des emotionalen Körpers: Oftmals sprechen Klientinnen von Emotionen („ich bin traurig, wütend, verzweifelt…“) und diese Worte erreichen uns nicht wirklich, es sind Be-griffe mit nur geringem Ausdrucksgehalt. Mit Hilfe unserer organismischen Resonanz können wir wahrnehmen, wenn eine wirkliche e-motion, eine Herausbewegung stattfindet. Hilfreich kann die Einladung an den Klienten sein, in seinem Körper zu spüren und zu beschreiben, wie sich diese Emotion im Körper anfühlt. Ich als Therapeutin nehme über meine organismische Resonanz wahr, was sich beim Klienten als stimmig anfühlt. Das wäre der Bereich des organismusbezogenen Verstehens, wie Finke (1994) es benennt. Habe ich mich beim selbstkonzeptbezogenen Verstehen von außen zum Klienten gewandt in meiner Aufmerksamkeitsrichtung, so lasse ich mich nun hier anstimmen und wirke als Resonanzraum.
6.3.4. Der Energiekörper, der alle Ebenen der Körperlichkeit „durchtränkt“ verbindet uns in uns und mit dem Außen (der Natur, der Kunst und dem anderen Menschen). "Wir arbeiten nicht bloß an individuellen Konflikten und spezifischen Panzerungen sondern am Lebendigen selbst". (Reich, 2002, S. 362) und weiter "das Lebendige funktioniert jenseits aller Wortvorstellungen und Begriffen. Die Wortsprache ist eine biologische Ausdrucksform auf bereits hoher Entwicklungsstufe" (ebd.). Reich (ebd.) spricht von der „Ausdruckssprache des Lebendigen“, die es zu verstehen gilt.
Eine Orientierung auf den energetischen Gehalt des vom Klienten Geäußerten, sei es der Worte, Gesten oder dem emotionalen Ausdruck lässt erkennen, inwiefern dieser Ausdruck ein authentischer und echter ist. Über die organismische Resonanz ist es möglich, zu erspüren, ob das, was der Klient ausdrückt aus dem biologischen Kern (siehe Kap.2.2.) oder aus einer sekundären Schicht des Menschen kommt, also strukturgebunden ist. So führt das „lebendige Wort“ eine organismische Schwingung mit sich, das so Gesagte ist aufrüttelnd und unmittelbar berührend. Gerda Boyesen (1987) bezeichnet dies als „organismisches Sprechen“.
Auch wenn ein nonverbaler Ausdruck oftmals unverstellter das Erleben zum Ausdruck bringt, kann auch dieser strukturgebunden sein. Die Erfahrung zeigt, dass Frauen beispielsweise oftmals weinen, was „von außen“ als Ausdruck von Trauer gedeutet werden könnte. Mithilfe meiner organismischen Resonanz spüre ich in meinem Körper jedoch die dahinterliegende Wut, wie auch bei Männern umgekehrt die Wut oftmals die nicht ins Selbstkonzept integrierte Trauer und das Weinen („Männer weinen nicht“) verdeckt. Mein Körper signalisiert mir auch, wenn eine Geste, ein Wort, eine Bewegung einen Prozess im Sinne der Fortsetzungsordnung fort-trägt, ob also Weiterentwicklung und Wachstum, ein lebensfördernder Schritt stattfindet. So zeigte sich in der Begleitung von krebskranken Menschen, dass sich eine derart tiefe, organismische Einfühlung sogar bei lebensnotwendigen Entscheidungen wie die der Therapiewahl des Klienten als hilfreich erweist. (Teichmann-Wirth, 2008)
In der personzentrierten Therapie findet ein Pendeln zwischen den verschiedenen Verstehensebenen statt, es ist im jeweiligen Kontakt zu entscheiden, ob ich den Blick auf das Strukturgewordene, das Feste, Konzepthafte, Gepanzerte richte oder auf das Lebendige, Implizite, Organismische.
7. Zusammenfassung
Wilhelm Reich gilt als Vater der körperorientierter Psychotherapie. Mit der Erforschung der Lebensenergie und der Beschreibung der funktionellen Identität von Körper und Seele hat er ein profundes Fundament für die Einbeziehung des Körpers in die Psychotherapie gegeben, wie sie in den neoreichianischen Ansätzen spezifische Akzentuierungen erfährt.
In der personzentrierten Therapie – als Beispiel für „verbale“ Psychotherapie kann dieses Wissen insofern nutzbar gemacht werden, als eine explizite Beachtung von Körperstruktur als störungsspezifisches Verstehenshintergrund, wie auch eine Orientierung auf organismische Phänomene stattfinden. Vor allem findet auf dieser Basis die energetische Dimension in der Psychotherapie Beachtung. Grundlage – dies sei abschließend betont – ist ein gestimmtes Körper-Instrument des Therapeuten.
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